23.Februar 2008

was aus der Welt unter Wasser...

Obwohl ich ein Luftzeichen bin, find ich alles organisch-ozeanische immer gut. 
Ich habe 2007 mit dem Perlendrehen angefangen und ein paar der dabei entstandenen Perlen habe ich in RAW Armbändern verarbeitet.undefined 

Das war das erste mit Seegurken und allem, was in den Korallen so hängt.

Und dann ging  das so gut, das ich meine Lieblingsperlen auch verarbeitet habe:

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Oh. die haben Spaß gemacht... 

Und wieder eine kleine Mikroserie.

22.Februar 2008

und nicht zu vergessen...

... die Ringe. ein paar hätte ich noch, die ich gerne zeigen möchte:

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da wäre mal dieses Prachtstück, der Blütenkelch dreht sich. Sowas macht ich meist, wenn grad der Frühling ausbrach.

Für den hier:


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habe ich keine Entschuldigung. Außer das der Stein so unglaublich rot und groß war ( 19mm im Quadrat) das auch was unglaubliches drum rum musste. 

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Den hatte ich aber nicht lange. Beim ersten Ausführen lief er über zu einer sehr netten, sehr adretten, sehr rot- und langhaarigen jungen Dame. Sie sind immer noch Freunde.
Aber ich habe ja noch mehr Kurioses gemacht.

20.Februar 2008

Breite Armbänder gehen immer...

... bin ich der Meinung. Irgendwann letztes Jahr war in der Bead and Button ein Armband veröffentlicht, das war meins - breit und auch etwas in die Höhe gehend...Da ich keine Anleitung hatte aber 100 Gramm braune 4mm Cubes übrig, habe ich dann einfach die Basis aus den cubes gemacht und darauf  Farbmixe von Miyuki verbraten: 11er,  Drops und  Triangel... So kamen die Höhen ganz von alleine und es entstanden diese hier:

das war das Erste, die Farbkombi ist unwiderstehlich...

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dann hatte ich noch von den braunen Cubes...Also:

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mehr herbstlich...


ach, und wo wir grad so nett dabei sind, eins in Frühlingfarben:

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dann war wieder mal eine Mikroserie beendet und das nächste kann kommen...

19.Februar 2008

Dann fing ich an, verschiedene Techniken zu lernen, als erstes Peyote und Herringbone. Danach kam das Häkeln dazu, aber so, wie ich es halt bei den Topflappen gelernt hatte. also feste Maschen. Erst 5 Jahre später habe ich mir Kettmaschen beigebracht, die viel schneller gehen und einfacher und bei dem weniger Material gebraucht wird...
Ich machte breite Armbänder, die wie dicker Stoff anlagen, weil sie doppellagig waren:

 

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das war das Erste...
 

dann kam das

 
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mit alten kleinen Nöppchen aus böhmischen Uranglas...
das habe ich zweimal gefädelt, weil meine Tochter das fertige Stück mit gezielten Schnitten einer Nagelschere und dem Willen eines 11 Monate alten Kindes in 7 Stücke zerteilte.

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Zum Ende fertigte ich während einer Woche Portugal mit der Damenmannschaft dieses Letzte seiner Art:heißt deshalb auch portugiesische Nächte. Mit Silberperlen aus 925/- Sterling und mattierten Glasperlen...
Eine Heidenarbeit.

17.Februar 2008

Ja, dann kamen Kinder, da war das mit dem Goldschmieden erst mal vorbei. 

Deshalb fing ich mit dem perlen an. Zuerst wollte ich mit den Dingern nur Techniken üben, um dann "richtigen" Schmuck zu machen, mit Edelsteinen und Zuchtperlen. 

Aber auch wenn ich eigentlich ein unbunter Typ bin, mit den Glasperlen konnte ich mich so wunderbar bei Farbkombinationen austoben.... Also blieb ich hängen bei Saatperlen, Rocailles, Delicas, Charlotten und und und... 

Ich lasse mich von allem beeinflussen was mich umgibt. 
Wie sagte Paul Smith  "you can find inspiration in everything- and if you don`t, LOOK AGAIN".

Ich setzte Formen oder anderen Schmuck in Perlen um. Stücke, die mir gefallen, versuche ich nachzuarbeiten, meist ohne Anleitung, einfach die Wirkung sollte eine Ähnliche sein...Oder mir gefällt ein Element aus einem Stück, das dann eben anders und neu definiert wird. 
Irgendwie komme ich auch immer zum Meer und dem was unter dessen Oberfläche ist zurück. 

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Folgerichtig versuchte ich bei meiner ersten Kette, Korallenäste zu imitieren, hat auch geklappt...

die Nächste war dann mein Hummerstübchen:


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das liebe ich nach wie vor sehr, altes Böhmisches Glas und Sterling Silber. Allein der kleine Hummer wiegt schon 27 Gramm, die ganze Kette ist wunderbar schwer und so variabel zu tragen, zum Cocktailkleid oder zur Hemdbluse mit Jeans, wirkt es jedes Mal anders...

16.Februar 2008

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für eine Schmuckverliebe Düsseldorferin machte ich u.a. einen " Forever "Ring. Aus New York kam grad eine (zum Glück) kurze Modewelle, sogenannte Scheidungsringe. Männer schenkten diese Ihren Ex-Gattinen, darauf stand "divorced", dann wussten die Anderen, das die Dame wieder auf dem Markt war..

Wir führten das ad absurdum, indem wir einen massiven 750/-Goldring mit dem Schriftzug Forever machten. Satte 29 Gramm schwer...

Dann wollte Sie noch etwas haben:
Schlangenring sind ja ganz nett aber meist recht piefig. Dieser hier ist aus 750/- Gold, 32 Gramm schwer, geht einmal um den Finger, von Gelenk zu Gelenk. Das Beste sind die Augen, navetteförmige facettierte Feueropale, die leuchten von Innen heraus, wenn Licht darauf fällt.

 

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Mein bester Freund Norbert bekam von mir über die Jahre diverse Schmuckstücke gemacht, von diesem hier habe ich sogar ein Foto:


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Weißgold mit einem bombastischen schwarzen Opal, kein Dublette oder ähnliches, the real stuff, von unten gefasst, die Seiten mit den Initialien und einem Sinnspruch graviert...

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ich arbeitete als Goldschmiedin, zur Hälfte angestellt als Geschäftsführerin eines Juweliers, in meiner restlichen Zeit fertigte ich Schmuck - RINGE - für Freunde und Bekannte. 
Ich half ihnen, ihre Vorstellungen zu verwirklichen. Das war oft sehr spannend, weil Sie als Laien Sachen haben wollten, von denen ich als Fachmann die Finger gelassen hätte, zu kompliziert, nicht machbar usw. Manchmal ging ich ein halbes Jahr mit etwas schwanger, bis eine Lösung da war. Das waren meine schönsten Stücke.

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ein Weißgoldring für Conny, der Stein sollte von oben von zwei Krappen gehalten werden. Das ging so nicht, deshalb wird er nur optisch gefasst, in Wirklichkeit halten die von oben unsichtbaren Ränder den Stein, auf einer Seite fest, auf der anderen Seite verschraubt.


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auch ein Ring für Conny mit einem bildschönen Turmalinrechteck in petrolblau...

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und noch ein Ring für Conny , er wollte seinen Aquamarin partout schräg gefasst haben.

15 Februar 2008

Ich habe 1988 nach meinem Abitur an der Zeichenakademie Hanau meine Ausbildung zum Goldschmied gemacht. Dort war der Anspruch an Design und "anderer" Schmuck sehr groß. Ich  "wuchs" also mit ungewöhnlichem Schmuck auf. 

Davon mitgenommen habe ich eine Vorliebe für große Ringe, der Schmuck muss schwer sein, damit er gut an-liegt. Ich liebe haptischen Schmuck, den man gerne anfasst, ich pack fast in jedes meiner Stücke den Kontrast von Strukturen mit rein- hell-dunkel, matt-glänzend etc. Dünn gibt es bei mir nicht...

Schmuck IST Luxus, kein Mensch braucht Schmuck, deshalb kann und muss er auffallen. Jeder kennt das, der Ring ist einem so zu-Eigen geworden, das er im Alltag nicht mehr auffällt. Ein großer, schwerer Ring aber, der fällt auf, dem Betrachter und dem Träger. In jeder Minute wird er sich dessen bewusst. Das finde ich gut.

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Mein erster Liebling vereint alles: 
Groß                 14mm
Farbe                zwei Turmaline in Grün und Lila
Kontraste          außen mattes Weißgold
                       innen poliertes Gelbgold
Haptik               die Innenschiene glatt und nach innen gewölbt, es macht Spaß, den Ring anzuziehen...

Blog von Angelica

Von Februar 2008 bis Juli 2013 hatte ich einen normalen Blog, bis ich einen Blog in meine Homepage integriert habe.

Hier archiviere ich die alten Beiträge zum Nachschlagen.